Professur für Wissenschaftsphilosophie

Die sogenannte Wissensgesellschaft verlangt mehr denn je ein Nachdenken darüber, was Wissen heißt, wie es entsteht und wie es verfertigt wird. Wissen beansprucht Geltung, aber es ist nicht einfach gegeben: auch Theorien, epistemologische Normen, wissenschaftliche Tatsachen und technische Erfindungen haben ihre Geschichte.

Die Wissenschaftsphilosophie in Kiel beschäftigt sich aus kultur- und sozialphilosophischer Perspektive mit Fragen zu Wissen, Wissenschaft und Technik. Das Wissenschaftsverständnis schließt Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften ein und berücksichtigt die je verschiedenen Wissenschaftsbegriffe und -kulturen. Wissenschaftsphilosophie kann sich allen wissenschaftlichen Disziplinen widmen; im Fall der Philosophie wird sie zur Selbstreflexion. Technikphilosophie lenkt den Blick auf unterschiedliche spezifische Ausprägungen von Technik (wie Werkzeuge oder Systemtechniken, aber auch Kulturtechniken) und begreift Technik grundsätzlich medial: als etwas, das von Menschen geformt wird und diese ihrerseits formiert.

Lehr- und Forschungsschwerpunkte

  • Philosophie und Geschichte der Wissenschaften
  • Technikphilosophie
  • Dingphilosophie
  • Philosophiegeschichte und Geschichtsphilosophie
  • Historische Epistemologie
  • Experimentforschung
  • Objektivitätstheorien
  • Musterforschung
     

Aktuelle Forschungsinteressen

  • Genesis und Geltung
  • ›Lebende‹ Dinge
  • Mensch, Technik und Geschichte
  • Das Modell als Medium
  • Experimentelle Epistemologie
  • Serielle Objektivität
     

Direktorin


Mitarbeiter:

Sekretariat:

Beate Kraehnke, Zi. 433
Sprechstunden: nach Vereinbarung (per E-Mail), Tel. 0431–880 -2232, Fax: -5261
bkraehnke@philsem.uni-kiel.de

Wissenschaftliche Hilfskraft:

  • Moritz Junge