Wie erstelle ich meinen Stundenplan?

Der Stundenplan-Bau ist nicht trivial und stellt viele Studierende im ersten und zweiten Semester vor eine Herausforderung. Aber keine Angst: So schwer, wie es zuerst aussieht, ist es gar nicht. Und wenn man einmal das Prinzip verstanden hat, dann kann man’s auch.

Wir bitten darum den Bau des eigenen Stundenplans zunächst anhand der folgenden Anleitung selbst zu versuchen. Falls dann noch Fragen offen sind, könnt ihr euch gerne an die Fachschaft wenden. Als besonderen Service bieten wir Studierenden im ersten Semester auch an, erstellte Stundenpläne auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Wir bitten außerdem zu beachten, dass wir die Fachschaft PHILOSOPHIE sind: Wir können euch nur bei der Erstellung des Stundenplans helfen, sofern es die Lehrveranstaltungen der Philosophie betrifft. Falls ihr Fragen dazu habt, wie die Stundenplan-Erstellung in eurem zweiten Fach funktioniert, müsst ihr euch an die jeweilige Fachschaft wenden.

1. Der Blick in den „Studienplan“

Der Studienplan Bachelor of Arts Philosophie findet sich im hier auf S. 7 und 8. Dort ist angegeben, welche Module in welchem Studienjahr bzw. welche Veranstaltungen in einem Semester besucht werden sollten. Am besten beginnt man die Erstellung des Stundenplans damit, dass man sich die für das Semester vorgesehenen Veranstaltungen inklusive Veranstaltungsart (handelt es sich um eine Vorlesung [VL] oder ein Seminar [S]?) herausschreibt.

Wichtiger Hinweis für das erste Studienjahr: Das Modul „Kompetenzen“ beinhaltet auch ein Wahlpflicht-Seminar Interpretation oder Schreiben, d. h. man kann ENTWEDER ein Seminar zur Interpretation philosophischer Texte ODER zum Schreiben philosophischer Texte belegen. Es müssen nicht beide Wahlpflicht-Veranstaltungen belegt werden, sondern nur eine. Ob das gewählte Seminar im ersten oder zweiten Semester belegt wird, ist egal.

Hinweis: Der Studienplan Bachelor of Arts Philosophie stellt nur eine – wohl überlegte – Empfehlung dar, wie man als Student sein Studium organisieren sollte. Insbesondere innerhalb der Studienjahre (d. h. zum Beispiel innerhalb des ersten und zweiten Semesters) kann man die Reihenfolge, in der man die Veranstaltungen belegt, allerdings auch den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Beispiel: Emil Ersti ist neu an der Uni Kiel und beginnt sein Studium als 2-Fach-BA mit dem Profil Fachergänzung. Eines seiner beiden Fächer ist Philosophie. Emil Ersti schaut auf den Studienplan (wie gesagt: Leitfaden, S. 7 und 8) und stellt fest, dass er im ersten Semester eine Vorlesung ODER ein Seminar im Modul "Philosophische Fach- und Vermittlungskompetenzen", das komplette Modul "Theoretische Philosophie I", das aus einer Vorlesung und einem Seminar besteht, sowie ein Seminar zur "Geschichte der Philosophie" (im ersten Semester mit dem Schwerpunkt „Zentrale Themen der Philosophie d. Antike/d. Mittelalters) und ein (weiteres) Seminar im Modul Kompetenzen belegen sollte.
Emil Ersti ist top-motiviert und möchte bereits im ersten Semester das Wahlpflicht-Seminar zur Kompetenz ableisten; er entscheidet sich dafür, dass er etwas über das Schreiben philosophischer Texte erfahren möchte und notiert sich dies für den weiteren Stundenplan-Bau.

2. Ein Blick in das Modul-Handbuch

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Modulen, zu den darin abzuleistenden Prüfungsleistungen, den zuständigen Ansprechpartnern im Institut etc. pp. finden sich im Modul-Handbuch. Ein Blick in das Modul-Handbuch ist für die Stundenplan-Erstellung nicht zwingend, lohnt sich aber – gerade für Erstsemester.

3. Der Blick in das UnivIS

Im UnivIS finden sich alle an der Uni Kiel angebotenen Lehrveranstaltungen eines Semesters. Entsprechend sind dort auch alle Vorlesungen und Seminare vermerkt, die für die Philosophie von Interesse sind. Jede Veranstaltung bietet eine ausführliche Beschreibung. Und in dieser ausführlichen Beschreibung gibt es den Unterpunkt „Voraussetzungen / Organisatorisches“, unter dem sich die Zuordnung der Veranstaltung zu einem Modul befindet; dabei ist zu beachten, dass die meisten Veranstaltungen mehreren Modulen zugeordnet sind.

Unter Punkt eins haben wir festgestellt, welche Lehrveranstaltungen eines Moduls in einem Semester abgeleistet werden sollten. Nun folgt die konkrete Zuordnung eines angebotenen Seminars bzw. einer angebotenen Vorlesung.

Dazu schaut man sich am besten in der Übersicht zunächst einmal an, welche Vorlesungen und Seminare interessant klingen und das Interesse wecken. In der genauen Beschreibung kann man dann ersehen, ob die konkrete Veranstaltung zu dem passt, was laut Studienplan in dem Semester abgeleistet werden soll.

Wenn es passt, ist das ganz hervorragend – wenn nicht, muss man halt weiter suchen. In der Regel gibt es für jedes Modul mehrere passende Veranstaltungen, die in einem Semester angeboten werden. Wenn man für alle abzuleistenden Seminare und Vorlesungen eine konkrete und passende Lehrveranstaltung gefunden hat – tja, dann ist man mit der Erstellung des Stundenplans auch schon fertig.

Fast jedenfalls. Abschließend sollte in jedem Fall geprüft werden, ob die gewählten Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden. Denn zahlreiche Seminare oder Vorlesungen werden zeitgleich angeboten.

Beispiel: Emil Ersti möchte "Kompetenzen: Logik, Argumentation, Sprache" als Seminar belegen (er hat die Wahl, die Veranstaltung als Seminar oder Vorlesung abzuleisten, wenn eine Vorlesung in dem Semester angeboten wird). Er möchte außerdem die Vorlesung zu "Theoretische Philosophie I" besuchen. Er schaut also im UnivIS unter den Vorlesungen, die in diesem Semester angeboten werden.
Er findet, dass „Begriffsreportagen aus der Unruhewelt“ irgendwie merkwürdig und interessant klingt und schaut sich die genaue Beschreibung der Veranstaltung an. Er entscheidet, dass er die Vorlesung besuchen möchte; passenderweise steht unter der Zuordnung der Vorlesung: „BA3 (Einführung in die theoretische Philosophie)“. Nun fehlen noch die Seminare. Neben dem "Logik, Argumentation, Sprache"-Seminar sollte Emil als Erstsemester am Besten ein Seminar zur Theoretischen Philosophie I und zur Geschichte der Philosophie (mit Schwerpunkt Antike/Mittelalter) besuchen.
"Logik für Philosophen" klingt nach einer soliden Einführung in die Grundkonzepte der Logik und tatsächlich sieht Emil bei der Zuordnung auch das erhoffte "BA1 (Logik, Argumentation, Sprache). Weil Emil schon mal in der Schule mit Platon in Kontakt gekommen war und die Ideen des griechischen Denkers sehr interessant findet, schaut er sich an, wie die Zuordnung des Seminars „Platon: Symposion, Phaidros“ ist: „BA 2 (Geschichte der Philosophie – Antike)“. Passt!
Fehlt noch das Seminar zur theoretischen Philosophie. Emil hat schon mal von Wittgenstein gehört. In der Zuordnung steht aber „BA 9 (Problemstellungen und Theorien der Gegenwartsphilosophie: Theoretische Philosophie und Kulturphilosophie)“. Das funktioniert also leider nicht. Nach einigem Suchen entscheidet sich Emil erst einmal etwas Allgemeines zu den Grundbegriffen der Philosophie zu hören und entscheidet sich für die gleichnamige Lehrveranstaltung.
Damit fehlt nur noch die Veranstaltung zum Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten im Fach Philosophie, die zum Wahlpflicht-Modul Kompetenz: Schreiben gehört. Und schon ist der Stundenplan für das erste Semester fertig gestellt.
Abschließend prüft Emil noch einmal, ob sich die Zeiten der ausgewählten Vorlesungen und Seminare an irgendeiner Stelle überschneiden. Glücklicherweise passt alles.