Forschung

Sensibilität und Empathie (Dr. Astrid von der Lühe)

Das Projekt untersucht, auf welche Weise die Praktiken der Sinnlichkeit und Empfindung die Urteilsfähigkeit präformieren und ein kognitives Vermögen eigener Art konstituieren. Studien zu den historischen Grundlagen dieser Frage in der Moralphilosophie und Ästhetik des 18. Jahrhunderts sowie zu den wahrnehmungs-, affekt-, bildungs- und gesellschaftstheoretischen Aspekten fanden bereits ihren Niederschlag in einer Reihe von Aufsätzen bzw. begriffsgeschichtlichen Artikeln für das Historische Wörterbuch der Philosophie (v.a. „Sensus communis III“, „Sehen IV“, „Sympathie II“, „Synästhesie“, „Zart; Zärtlich“). Sie bilden den Ausgangspunkt für das aktuelle Vorhaben, das sich mit den urteilstheoretischen Implikationen der Metaphorik des Schmeckens im Kontext der Weisheits- und Klugheitslehre befaßt.