Martin Kunze, M.A.

 

|Vita| |Forschung| |Publikationen| |Vorträge| |Sonstige Tätigkeiten, Mitgliedschaften| |Dissertationsprojekt|


Martin Kunze, M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter Kiel Center for Philosophy, Politics and Economics

Leibnizstr. 4 | Zi. 330
24118 Kiel
Tel.: 0431–880 2829
kunze@philsem.uni-kiel.de

 

| Vita |

Seit März 2017

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Gesellschaftliche und ökologische Verantwortung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Schleswig-Holstein“. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Philosophisches Seminar, Kiel Center for Philosophy, Politics and Economics (KCPPE).

Juni 2016 bis Juni 2017

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „KiP-Net. Kompetenznetzwerk für die
individualisierte Pflege: Entwicklung von Management- und Kooperationskompetenzen für Pflegedienstleister“. Beuth Hochschule Berlin, Fachbereich 1 – Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften, Fachgebiet Unternehmensführung.

August 2009 bis Dezember 2015

Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Forschungsprojekten „Energieunternehmen zwischen Marktlogik und öffentlichem Grundversorgungsauftrag. Die sozialpolitische Bedeutung von Energieunternehmen im Kontext europäischer Liberalisierungspolitik im deutsch-britischen Vergleich“ (gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung) und „Professionalisierung und Organisationsentwicklung in der Schuldnerberatung“ (gefördert durch den Paritätischen Landeswohlfahrtsverband Berlin), Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät III, Fachbereich Recht, Verwaltung und Organisation

April 2012 bis September 2014

Lehrbeauftragter. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Philosophische Fakultät III – Erziehungswissenschaften, Fachbereich Recht, Verwaltung und Organisation

Oktober 2000 bis März 2009

Magisterstudium Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Syddansk Universitet Odense (Dänemark)

 

| Forschung |

Arbeits- und Interessenschwerpunkte

  • Sozialpolitik und soziale Sicherung in Deutschland im internationalen Vergleich
  • Dritter-Sektor / Zivilgesellschaftsforschung / Non-Profit-Management 
  • Organisationstheorie
  • Corporate Citizenship / Corporate Social Responsibility
  • Energiepolitik

 

| Publikationen (Auswahl) |

Kunze, M. (2014): „Gesellschaftliches und ökologisches Engagement von Unternehmen (CSR) in Sachsen-Anhalt“. Band 3 der Schriftenreihe des Fachgebiets Recht, Verwaltung und Organisation (zs. mit Franziska Mittelstädt und Holger Backhaus-Maul)

Corporate Social Responsibility im Wohlfahrtsstaat am Beispiel des Energiemarktes im deutsch-britischen Vergleich, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik 2013, 14(1), 90-99.

Kunze, M. (2012): „Unternehmenskooperation in der sozialen Arbeit. Der Wandel der sozialpolitischen Rolle privatgewerblicher Unternehmen am Beispiel des Energiemarktes“. In: Neue Praxis 2012 (zs. mit Holger Backhaus-Maul und Karsten Speck)

Kunze, M. (2012): “Subsidiarity”. In: Anheiher, Helmut K./ Fässel, Viktor/ Jürgensmeyer, Mark (Hrsg.): Encyclopedia of Global Studies, London/Thousand Oaks/New Dehli: Sage. (zs. mit Holger Backhaus-Maul)

Kunze, M. (2011): „Kooperative Unternehmen und verantwortungsvoller Konsum. Herausforderungen der modernen Organisations- und Wissensgesellschaft“. In: Heidbrink, Ludger/ Schmidt, Inke/ Ahaus, Björn (Hrsg.): Die Verantwortung der Konsumenten. Über das Verhältnis von Markt, Moral und Konsum. Campus Verlag. (zs. mit Holger Backhaus-Maul und Peter Friedrich)

Kunze, M. (2010): „Unternehmen als gesellschaftliche Akteure. Soziologische Zugänge“. In: Aßländer, Michael S. und Löhr, Albert (Hrsg.): Corporate Social Responsibility in der Wirtschaftskrise. Reichweiten der Verantwortung. DNWE Schriftenreihe 18. München: Rainer-Hampp-Verlag, S. 85-95 (zs. mit Holger Backhaus-Maul)

Kunze, M. (2008): „Soziale Verantwortung von Unternehmen in Dänemark“. In: Blätter der Wohlfahrtspflege 155(6), S. 213-215

 

| Vorträge (Auswahl) |

„The socio-political role of companies. The case of the energy market in a German-British comparison.” und „The social risk of being fuel poor. Basic energy supply through liberalised markets in a German-British comparison.” Annual ESPAnet Conference: The lost and the new worlds of welfare, Odense 3-5 September 2015.

„Corporate Social Responsibility and Welfare State Institutions. The case of the energy market in a German-British comparison“. Fuel Poverty Research Symposium, Queen’s University in Belfast, 18 Juli 2014.

„Corporate Social Responsibility and Welfare State. The Case of the Energy Sector in a German-British comparison“. Beitrag bei der International Graduate Conference „Crisis and Governance in Europe: Implications for State, Market and Society“, Speyer, 18./19. April 2013

„Unternehmen als Adressaten der sozialen Frage.“ Beitrag bei der Jahrestagung DGS-Sektion Sozialpolitik in Kassel 2011

„Die gesellschaftliche Rolle und Verantwortung von Unternehmen im Schlaglicht aktueller empirischer Forschung“ im Masterstudiengang „Nonprofit-Management und Governance“ an der Universität Münster, 2008, 2009, 2011, 2015

 

| Sonstige Tätigkeiten, Mitgliedschaften |

Vorstandsmitglied Verein „Unternehmen – Verantwortung – Gesellschaft e.V.“

Mitorganisation des Berliner Hochschulforums für Unternehmensführung und Verantwortung in der Gesellschaft

Mitorganisation verschiedener Veranstaltungen im Rahmen der Regionalgruppe des Deutschen Netzwerkes für Wirtschaftsethik (DNWE)

Transatlantic Doctoral Academy on Corporate Responsibility (2011-2014)

Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Sektion Sozialpolitik

 

| Dissertationsprojekt |

"Unternehmen als Adressaten der sozialen Frage. Wandel der Wohlfahrtsproduktion im deutsch-britischen Vergleich“ (Arbeitstitel)

Ziel des Dissertationsvorhabens ist es, die sozialpolitische Rolle von Unternehmen am Beispiel der Energiegrundversorgung im deutsch-britischen Vergleich zu untersuchen. Unter den Bedingungen der europäischen Liberalisierung erfolgt die konkrete Leistungserbringung im Bereich der öffentlichen Energiegrundversorgung verstärkt durch Unternehmen unter Marktbedingungen. Insofern kommt es in zentralen Bereichen der öffentlichen Grundversorgung zu Spannungen zwischen der wirtschaftlichen Logik des Marktes (Wettbewerb und Gewinnorientierung) und der gesellschaftspolitischen Logik der Grundversorgung (Universalität und Inklusion).

Die Liberalisierungspolitik der Europäischen Kommission führt in den beiden untersuchten Wohlfahrtsstaaten zu bislang unterschiedlichen Konsequenzen: Während sie im liberalen Großbritannien politische und gesetzgeberische Regulierungsbestrebungen hervorbringt, die Unternehmen der öffentlichen Grundversorgung sozialpolitische Aufgaben zur Bekämpfung von „Energiearmut“ zuweisen, kommt es unter den Bedingungen des korporatistischen deutschen Wohlfahrtsregimetyps zu einer Deregulierung in der öffentlichen Grundversorgung.

Von besonderem Interesse ist, wie Unternehmen in der öffentlichen Grundversorgung vor dem Hintergrund verschiedener nationaler Wohlfahrtsregimetypen ihre sozialpolitische Bedeutung und Rolle deuten und ausgestalten und dabei in klassische Bereiche der sozialstaatlichen Daseinsvorsorge integriert werden.

Dafür wird eine Politikfeldanalyse der öffentlichen Energiegrundversorgung auf der Ebene der EU sowie der Nationalstaaten, und Fallstudien von Energieunternehmen in Deutschland und Großbritannien durchgeführt.

„Companies as addressees of the social question. Institutional change in welfare regimes in Germany and Great Britain“ (working title)

The purpose of this dissertation is to analyse the socio-political role of energy companies in the fields of basic energy supply in a comparative perspective between Germany and the UK.

The liberalisation of the European energy markets is based on the EU Internal Market Directive on Energy from 1996. While the UK already liberalised the energy market in 1989, Germany transposed the new legislation into national law in 1998. Whereas the UK is the only European country with a dedicated policy on fuel poverty, this topic is not on the political nor societal agenda in Germany. This is surprising, looking for instance on the total numbers of disconnections (2014: Germany: appr. 350.000, UK: less than 1.000).

Within the European Union, Germany and the UK are considered to be prototypes of different approaches of ‘worlds of welfare capitalism’ and ‘political economies’ and are therefore ideal countries to analyse the socio-political role of companies under different conditions.

Using policy field analysis and qualitative case studies of German and British energy companies, this dissertation aims to analyse how companies in the field of basic services are confronted with social issues (“fuel poverty”) and how they are integrated and responding to welfare state institutions.