Theoretische Neugierde. Zu Ehren von Hans Blumenberg (1920-1996)

Ringvorlesung

Hans Blumenberg (1920-1996), geboren in Lübeck und Alumnus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, gilt aufgrund seiner bahnbrechenden Werke zu Mythos und Metapher, Mensch und Moderne, Religion und Geschichte, Technik und Wissen weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Gelehrten des 20. Jahrhunderts. Bevor er Kiel in Richtung Hamburg, Gießen, Bochum und Münster verließ, wurde Blumenberg an der CAU promoviert, habilitierte sich hier und war von 1948 bis 1958 insgesamt zehn Jahre an unserer Universität als Assistent und außerplanmäßiger Professor tätig. Immer wieder hielt er auch Vorlesungen für Hörer/innen aller Fakultäten, so etwa über „Philosophische Begriffsbildung“ (1951), „Geschichte und Wesen des Nihilismus“ (1951/52) oder „Schöpfung und Entwicklung“ (1952/53).

An diese Tradition knüpft die öffentliche Ringvorlesung unter dem Titel Theoretische Neugierde an, um diesen großen Gelehrten im Hinblick auf seinen im Juli 2020 bevorstehenden 100. Geburtstag zu ehren. Die Idee geht auf eine Initiative von Studierenden des Philosophischen Seminars zurück.

Video-Aufzeichnungen

08.05.2019 Manfred Sommer: Antizipationen der Wahrnehmung

22.05.2019 Anselm Haverkamp: Novitas et curiositas verborum: Blumenberg quer zur Neugierde

05.06.2019 Eva Geulen: Neugierde und Wirklichkeiten. Zu Blumenbergs Beiträgen für Poetik und Hermeneutik

19.06.2019 Petra Gehring: Methaphorik: Ein Streitfall zwischen Blumenberg und Foucault?

10.07.2019 Rüdiger Zill: Besetzungen und Umbesetzungen. Blumenberg und Hans Jonas zwischen Kiel und Marburg